Die Römer waren die Angehörigen eines antiken Stadt- und Staatswesens, das sich von einem kleinen Siedlungskern am Tiber zu einem Weltreich entwickelte. Traditionell überliefert ist die Gründung um 753 v. Chr. Ein bekannter Lernspruch: „7 5 3, Rom schlüpft aus dem Ei“. Ab dem 6. Jh. v. Chr. lösten sie die etruskische Königsherrschaft ab, gründeten ihre Republik und etablierten ein komplexes System aus Volksversammlungen, Magistraturen und Senat.
Ihr Bürgerschaftsideal, „civis Romanus“, verband Rechte (z. B. Eigentum, politische Teilhabe) mit Pflichten wie Militärdienst. Erfolgreiche Heeresreformen, der Bau von Heerstraßen und eine pragmatische Bündnispolitik ermöglichten es Rom, zunächst Italien, dann den gesamten Mittelmeerraum und weite Teile Europas zu kontrollieren.
Mit Augustus begann 27 v. Chr. die Kaiserzeit. Ein zentralisierter Verwaltungs- und Steuerapparat sorgte für relative Stabilität („Pax Romana“), während lateinische Sprache, römisches Recht und städtische Lebensformen (Bäder, Amphitheater, Wasserleitungen) kulturelle Einheit stifteten. Gesellschaftlich war Rom jedoch hierarchisch organisiert. Senatoren und Ritter dominierten Politik und Wirtschaft, Freigelassene waren aufstrebend, Millionen Sklaven erledigten Schwerarbeit. Religion vereinte altrömische Kulte zunächst mit importierten Gottheiten. Im 4. Jh. n. Chr. wurde das Christentum Staatsreligion.
Römer prägten Europa in Handel, Handwerk und Lebensweisen
Die Römer prägten Architektur, Ingenieurwesen, Kalender, Literatur (Vergil, Cicero), und ihr Recht bildet noch heute die Basis vieler Gesetzbücher, weshalb ihre alte Kultur uns bis heute prägt.
Nach der Teilung des Reiches 395 und dem Untergang des Westreichs 476 blieb das oströmische Byzanz bestehen und vermittelte römisches Erbe bis in die Moderne. Somit waren „die Römer“ Schöpfer eines Staats- und Kulturmodells, dessen Spuren in Sprache, Recht, Technik und urbaner Lebensart fortwirken.