Der Gattungsname Viola wird bereits bei den Griechen erwähnt und wird mit dem mythologischen zum einen mit der Verwandlung einer Tochter des Atlas durch Zeus in Verbindung gebracht. Zum anderen verbanden sie das Veilchen mit der Nymphe Io, die vor Apollon floh, und sahen in ihm Symbolik für Demut und Liebe. Zum anderen berichtet eine Sage, dass ionische Nymphen diese Blume dem Ion zur Gründung der Stadt Athen gebracht haben sollen.
Symbolisch sahen die Griechen in ihr ein Fruchtbarkeitszeichen. Die Römer wurden im kulinarischen unter anderem für ihren Veilchenwein bekannt. In beiden antiken Kulturen war das Duftveilchen verschiedenen Gottheiten geweiht und standen zudem als Blume der Liebe als Zeichen der Zuneigung der Angebeteten zur Verfügung. Doch sind dies nur Beispiele für die vielfältigen Erwähnungen des Veilchens in der Mythologie.
Auch in späterer Zeit war das Veilchen stets beliebt. So wurde die erste Veilchenblüte im 12. Jahrhundert am Wiener Hof mit einem großen Fest begangen. Dieser Brauch wurde im Mittelalter wohl in vielen Gegenden Süddeutschlands ebenso begangen. Im Mittelalter nutzte man Veilchen in Liebestränken und hängte Bündel über Türen, um böse Geister fernzuhalten. Papier mit Veilchenduft diente als Schutzamulett, und in Volksmärchen galten Veilchenblüten als Glücksbringer für Gesundheit und Fruchtbarkeit.
Auch Napoleon wurde ein großes Gefallen am Veilchen zugeschrieben. Seine Ankündigung, mit Veilchen nach Paris zurückkehren zu wollen, machte das zarte Blümchen zum Symbol für seine getreuen Anhänger.
Noch heute symbolisiert das Veilchen mit Demut und Bescheidenheit. Eine Zuordnung, die von der Frankfurter Floristin Marianne Beuchert bereits als „nicht von einem Gärtner stammend“ angesehen wurde, da die Pflanze ein zähes und zielstrebiges Pflänzchen ist, das sich in einer rauen Umgebung dennoch gut durchsetzen kann.