Der Name „Engelwurz“ leitet sich von einer Legende ab, nach der ein Engel einem Mönch die heilende Wirkung der Pflanze offenbarte. Man geht jedoch davon aus, dass weder Griechen noch Römer die Engelwurz kannten. Ihre Herkunft wird eher im Norden gesehen.
Nachdem sie seit dem 12. Jahrhundert in Nordeuropa als Gemüse gegessen wurde, entdeckten die Kräuterbücher des 16. Jahrhunderts die Engelwurz als Arznei gegen die Pest, indem sie das Riechen an einer mit Essig getränkten Wurzel empfahlen. Seit jeher als Allheilmittel bekannt verdankt sie Ihren Namen angeblich Ihrer Blüte zum Fest des Erzengels Michael im alten Kalender und der Legende, dass es ein Engel gewesen sein soll, der sie den Menschen zeigte. Aus diesem Grund soll sie die Fähigkeiten der Engel in sich tragen und somit auch gegen Zauberei schützen.
Im Mittelalter galt sie als wichtige Schutzpflanze gegen Krankheiten und böse Geister. Sie wurde in Amuletten getragen oder als Räucherwerk verwendet, um Krankheiten und Unheil abzuwehren. Diese mystische Bedeutung hat der Pflanze bis heute einen besonderen Platz in der Volkskultur gesichert.