Inhaltsstoffe der Pflanze Bärentraube: Arbutin (Hydrochinon-Glykosid), Gerbstoffe (Catechingerbstoffe), Flavonoide, Phenolcarbonsäuren, Glycoside
Die Bärentraube ist in der traditionellen Heilkunde vor allem für eines bekannt: ihre Wirkung auf die Harnwege. Die Blätter der Pflanze, als Droge Uvae ursi folium bekannt, wirken antibakteriell und adstringierend. Sie werden vor allem bei entzündlichen Erkrankungen der Blase und ableitenden Harnwege eingesetzt, darunter Zystitis, Blasenentzündungen und Reizblase.
Die Wirkung beruht vor allem auf dem Inhaltsstoff Arbutin, der in alkalischem Milieu zu Hydrochinon umgewandelt wird. Dies ist ein antibakteriell wirksamer Stoff. Deshalb sollte während der Anwendung auf saure Lebensmittel und Getränke verzichtet werden, da diese die Wirksamkeit vermindern.
Die Anwendung erfolgt in Form von Tee oder Fertigarzneimitteln, allerdings nie länger als fünf Tage und nur nach ärztlicher Absprache. Bärentraube kann bei empfindlichen Personen zu Magenreizungen, Verstopfung und Leberbelastung führen. Auch wird in Einzelfällen eine krebsfördernde Wirkung diskutiert, weshalb eine vorsichtige Handhabung empfohlen wird.