Der Töpfer und sein Urhandwerk

Töpfern als Wurzel einer uralten Tradition

Zu den verbreitesten und frühsten Werkstoffen des Menschen gehört der Ton. Tonscherbenfunde lassen auf eine Nutzung bereits um 8000 v. Chr. schließen, welche in Asien gefunden wurden und von Gefäßen in Spiralwulsttechnik herrühren. Die frühsten europäischen Keramikfunde stammen aus der Frühgeschichte (Jungpaläolithikum) und stellen gebrannte Tonfiguren dar.

Wer eine Tasse in die Hand nimmt, hält somit ein Stück Menschheitsgeschichte. Der Beruf des Töpfers gehört zu den ältesten Handwerken überhaupt. Bereits vor über 7.000 Jahren in der Jungsteinzeit formten Menschen aus feuchtem Ton einfache Schalen und Vorratsgefäße. Intuitiv erkannten sie, dass gebrannter Ton ein robustes, wasserfestes Material ergibt.

Ohne Töpferscheibe, nur mit Fingerfertigkeit und viel Geduld entstanden erste Gefäße, glätteten Oberflächen und ließen die Stücke in der Sonne trocknen. Neben dem Alltag spielten solche Gefäße aber auch in Ritualen und Bestattungen eine Rolle. Sie waren nützlich und zugleich Symbolträger.