Der botanische Name absinthum wird bereits bei Dioskurides erwähnt und stammt wahrscheinlich von apsinthos (unerfreulich) oder apinthos (untrinkbar), was jedoch nicht sicher belegt ist. Bekannt war der Wermut jedoch nicht nur bei den Griechen, sondern ebenfalls bei den Ägyptern, wo er die Bezeichnung „Somi“ trägt, in abgewandelter Form („Samm“) ist er des weiteren im Papyrus Ebers genannt. Jedoch ebenso unbelegt wie die botanische Bezeichnung ist die Ableitung der Bezeichnung „Wermut“ vom englischen „wormwood“ und dem altenglischen „wermod“ ab, welche jedoch beide auf die früher verbreitete Nutzung als Heilmittel gegen parasitäre Würmer im Magen-Darm-Trakt hindeuten. Auch wird der Wermut wird im Papyrus Ebers erwähnt.
Auch im späteren Mittelalter wird der Wermut unter anderem von Hildegard von Bingen erwähnt, wo ihm Stärkung des Geistes nachgesagt wurde. Der Name „Wermut“ wird mit „wormwood“ in Verbindung gebracht, was auf die Anwendung gegen Würmer hinweist.
Weniger ruhmreich und somit eher berüchtigt als berühmt ist jedoch sein Ruf seit dem 19. Jahrhundert für die Herstellung des Absinth-Getränks „Grüne Fee“. Im Zusammenhang mit dem Nervengift Thujon wurde dem Kultgetränk nachgesagt, Abhängigkeiten und unwiderrufliche Nerven- und Hirnschädigungen hervorzurufen, die nach neuerem Erkenntnisstand jedoch ebenso mit dem hohen Alkoholgehalt zwischen 45 % und 74 % in Verbindung gebracht werden können. Das Getränk war zeitweise im mitteleuropäischen Raum verboten, ist jedoch heute wieder erhältlich.