Inhaltsstoffe der Pflanze Walderdbeere:
Früchte: Zucker (bis ca. 10 %), Anthocyane (Farbgebung), organische Säuren (Zitronen- und Apfelsäure), Vitamin C, Mineralstoffe
Blätter: Gerbstoffe, Flavonoide, Phenolsäuren, Ellagitannine, Proanthocyanidine, Schleimstoffe
In der Naturheilkunde werden Früchte und Blätter der Walderdbeere seit der Antike verwendet. Ein Aufguss aus getrockneten Blatt- und Fruchtstücken wirkt adstringierend, lindert Durchfall und Verdauungsbeschwerden und fördert die Harnausscheidung.
Äußerlich unterstützen Fruchtbrei-Umschläge oder Blätterauflagen die Wundheilung und zeigen entzündungshemmende Effekte. Quellen von Hildegard von Bingen bis zu modernen Kräuterführern bestätigen diese Anwendungen, die sich bis heute in hausgemachten Teemischungen bewährt haben.
In ländlichen Gegenden wurden Walderdbeerblätter auch als Zutat für Räucherwerk zur Stärkung und Reinigung eingesetzt. Ihre Wurzeln nutzte man vereinzelt in Heilsalben, insbesondere bei Hautausschlägen oder leichten Ekzemen oder traditionell bei Mund- und Rachenentzündungen, Rheuma, Gicht und Erkrankungen der Harnwege eingesetzt.