Lavendel ist seit der Antike mit vielen Symbolen und Mythen verbunden. Bereits die Römer kannten eine Verwandte des als „Echten Lavendel“ bezeichneten Halbstrauchs und boten mit dem lateinischen „lavare“ (=waschen) die Grundlage für den heute genutzten Gattungsnamen. Griechen wie Römer nutzten die wohltuenden Eigenschaften des Lavendels als Badezusatz und Waschwasser.
Im 12. Jahrhundert finden wir auch durch Hildegard von Bingen Aufzeichnungen über die Heilkräfte der Pflanze. Doch auch sonst erfreute sich der Lavendel im Volk des Mittelalters (bzw. bis heute) großer Beliebtheit: Man nutzte die aromatischen Blütenbündel, um unangenehme Gerüche in Haus und Hof zu übertünchen.
Lavendel galt als Schutzkraut gegen böse Geister und Krankheiten. Im Mittelalter wurde er in Räucherungen verwendet, um Krankenzimmer zu reinigen und schlechte Energien fernzuhalten. Außerdem wurde Lavendel der Liebesgöttin Aphrodite gewidmet und galt als Liebeszauberpflanze, die Harmonie und Treue förderte. Noch heute hält sich in manchen Regionen der Brauch, frisch verheirateten Paaren Lavendel zu schenken, um Glück, Liebe und Frieden im gemeinsamen Leben zu symbolisieren.
Nicht zuletzt verbindet man bis heute Frankreichs Provence mit dem Lavendel: Die günstigen Bedingungen für den Anbau ließen die Lavendelfelder typisch für die Gegend werden.