Der Gattungsname könnte eine Verstümmelung des Namens „Betonica“ sein, der bereits von Plinius erwähnt worden sein soll. Es ist allerdings unbekannt, ob auch im Altertum der Pflanze eine Heilwirkung zugeschrieben wurde. Eine weitere Möglichkeit ist jedoch (und das klingt im Vergleich mit den volkstümlichen Namen wie Grundheilkraut wohl wahrscheinlicher) die Abstammung von der Vermischung der Bezeichnung „Vera unica„, also „einzig wahres Heilmittel“, dass im Volksmund des Mittelalters zu „Veronica“ wurde.
Anders hingegen sieht es im Mittelalter aus: Die hohe Wertschätzung des Krautes wird durch den heute gebräuchlichen Namen „Ehrenpreis“ deutlich und wird durch die Erklärungen aus dem „Kreutterbuch“ von Leonard Fuchs eindrucksvoll untermalt: „… von wegen seiner trefflichen Krafft und Würckung, so es hat in heylung der wunden und geschwären.“
Im Volksglauben des Mittelalters galt der Echte Ehrenpreis sozusagen als „Allerweltsheil“ und wurde bei zahlreichen Beschwerden eingesetzt. Der Name „Ehrenpreis“ soll auf einen französischen König zurückgehen, der durch die Pflanze von einer Hautkrankheit geheilt wurde.