Inhaltsstoffe der Pflanze Alraune: Atropin, Hyoscyamin, Scopolamin, Cuscohygrin, Apoatropin – Glykoside, Bitterstoffe (in geringer Konzentration)
In der Antike und im Mittelalter war die Wurzel der Alraune (Mandragorae radix) ein Bestandteil vieler mystischer und medizinischer Anwendungen. Sie wurde bei Magengeschwüren, Koliken, Asthma, Keuchhusten und starken Schmerzen verwendet, meist in Pulverform oder alkoholischer Lösung. Ihre Wirkung ist jedoch hochgefährlich: Die enthaltenen Alkaloide wirken stark krampflösend, betäubend und halluzinogen. Überliefert ist ihr Einsatz auch zusammen mit Stechapfel, Tollkirsche und anderen giftigen Substanzen in „Hexenzubereitungen“ wie „Flugsalben“ und magischen Tränken.
Heute wird die Pflanze aufgrund ihrer Giftigkeit nicht mehr medizinisch verwendet.