Ein ganz besonderes Staatswesen war dem Menschen bereits in der Frühzeit überlegen: Honigbienen finden sich in 50 Millionen altem Bernstein, als der Mensch erst begann, die Erde zu bevölkern. Früh jedoch hat der Mensch sich als Sammler den Honig der kleinen Emsen zu Nutze gemacht und man darf wohl annehmen, dass Honig das erste Süßungsmittel überhaupt darstellte. So fand man in Spanien ca. 9.000 bis 10.000 Jahre alte Höhlenmalereien, die den Menschen als Honigjäger darstellen.
Die Kultivierung der Honigbienen vermutet man bereits um 7. Jahrtausend v. Chr. in Anatolien, während es ebensolche Hinweise aus dem alten Ägypten im 4. Jahrtausend v. Chr. gibt. Tausend Jahre später sieht man in Ägypten Honig als Speise der Götter. Die Ägypter hielten Bienen in Tonröhren und organisierten den Transport von Bienenvölkern entlang des Nils.
Die Griechen schätzten außerdem den Fleiß und die Baukunst der Bienen. Es gibt Hinweise auf geflochtene Bienenkörbe ab ca. 700 v. Chr. und von 620 v. Chr. befassen sich die ersten Gesetze mit der Haltung von Bienen (Solon). In der griechischen Antike fand der Honig zudem bereits seine medizinische Bedeutung. So erklärt Hippokrates um 400 v. Chr., dass Honigsalben Fieber senken und das Honigwasser die Leistung der Athleten bei den antiken Olympischen Spielen verbessern können sollte.
Erste wissenschaftliche Studien finden wir dank dem Philosophen Aristoteles, welcher seine Erkenntnisse in der Tierkunde niederschrieb. Die Römer entwickelten weitere Bienenkörbe aus geflochtenem Stroh. Umfangreiche schriftliche Belege gehen auf die Zeit um Christi Geburt zurück und finden sich heute beispielsweise in den Hinterlassenschaften des römischen Epikers Vergil und seinem Lehrgedicht „Georgica“ (Über den Landbau), welches in der Zeit von 37 bis 29 v. Chr. verfasst wurde und dessen 4. „Gesang“ in 566 Versen die Haltung von Bienen in poetischer Form beschreibt.