Im Portrait: Fabio Angeli

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Heute erfahren Sie in unserer Portrait-Reihe „Altes Wissen neu entdecken“, wie der kreative Schlosser zum Bauerngarten kam.

In unserer neuen Portrait-Reihe möchten wir Ihnen besondere Persönlichkeiten mit einer Vorliebe für Nachhaltigkeit, Natur und altes Handwerk vorstellen.

Wer sind Sie und was machen Sie?

Fabio Angeli
Fabio Angeli

Mein Name ist Fabio Angeli.

Ich bin 53 Jahre und seit 14 Jahren Hausmann. Von Beruf bin ich gelernter Schlosser.

Mein Garten wird rein privat genutzt zur Selbstversorgung.

Wie kamen Sie zu diesem Tätigkeitsfeld?

Durch die Eltern, die aus einer kleinen Landwirtschaft kamen. Als Kind hat man immer im Garten mitgeholfen. Als Jugendlicher hatte man dann keine Lust dazu und als Erwachsener wurde einem wieder bewusst, wie wichtig das Gärtnern ist.

Welche Tätigkeit mögen Sie dabei besonders?

Basilikum, Petersilie, Oregano, Salbei, Thymian liegt einem Italiener wohl im Blut. Ich liebe es frische Basilikumblätter zu Pesto zu verarbeiten. Alleine der Geruch macht so viel Geschmack und gute Laune

 

Was gefällt Ihnen an der Arbeit nach altem Wissen wie im Herbaversum?

Ich mache das, da ich das Wissen um das Gärtnern und der Selbstversorgung erhalten möchte und ich Freude und Erfüllung darin spüre. Es freut mich, wenn sich andere Menschen, auch Neulinge dafür interessieren und den Nutzen aus meiner Arbeit und dem Wissen was ich jeden frei zugänglich auf der Webseite zur Verfügung stelle, zu eigen machen und sie dazu animiere, es zu versuchen oder einfach weiter zu machen. Der Bezug zur eigenen Nahrung und gleichzeitig zur Natur ist eine der wichtigsten Lebenssäulen eines Menschen und geht heute in der technisierten, vernetzten Welt fast völlig unter.

Arbeiten im Bauerngarten; Fotos: Fabio Angeli
Arbeiten im Bauerngarten; Fotos: Fabio Angeli
Ein Blick in Fabios Bauerngarten.
Ein Blick in Fabios Bauerngarten.

 

Fabios Rezept: Klassisches Pesto

Dazu braucht man ca. 800 bis 1.000 g Basilikumblätter (frisch geerntet).

Die Blätter werden im kalten Wasser gewaschen und leicht in der Salatschleuder getrocknet.

Dann brauchen wir noch zwei ganze Knoblauchknollen, dessen Zehen wir sauber schälen und ca. 400 g Parmesankäse.

Die Basilikumblätter werden in einem Mixer portionsweise zu Brei verarbeitet. Dazu schüttet man etwas Olivenöl und kaltes Wasser (zu gleichen Anteilen) hinzu, bis man eine breiige Konsistenz hat.

Parmesankäse in kleine Stücke brechen und mit den Knoblauchzehen und einem Teil der Basilikumblätter “pürieren”.

Danach alles in eine große Schüssel geben, ca. 50 g Salz hinzugeben und mit einem Mixstab gut durchmischen.

Wir portionieren es in 300 g und frieren es in Tüten ein. Bei uns hält die Pesto über ein Jahr im Gefrierschrank. Die Menge, die wir verarbeitet haben, reicht für ca. 7 Portionen. Zur frischen Verarbeitung tauen Sie die Pesto ca. 10 bis 15 Minuten an und legen sie dann in den Kühlschrank, wo sie dann weiter langsam auftauen kann.

Wer mag kann ca. 60 g Pinienkerne wahlweise auch Walnüsse geröstet oder Natur grob hacken und zu der Pesto geben. Man kann auch mit frischer feingehackter Petersilie verfeinern. In eine Schlüssel etwas Olivenöl geben, darüber die aufgetautet Pesto (sie wird nicht erwärmt) und die gehackten Pinienkerne.

Alles gut durchmischen.

Wem die Pesto zu dickflüssig ist, kann mit dem Kochwasser der Nudeln verdünnen.

500 g Spaghetti al Dente kochen und die nicht abgeschreckten, aber gut abgetropften, Spaghetti unter die Pesto mischen. Wer mag kann seine Portion noch mit etwas frisch geriebenen Parmesankäse verfeinern.

Wir wünschen Ihnen einen guten Appetit!


Sie möchten mehr über Fabio Angeli und seinen Bauerngarten erfahren?

Besuchen Sie ihn im Internet in seinem Gartentagebuch unter www.fabio-angeli.de

Möchten Sie hingegen mehr über alte Gärten erfahren,
stöbern Sie einfach in unserem Ratgeber-Bereich im Herbaversum.