Im Portrait: Fabienne Truffer

eingetragen in: Portraits | 0

Lernen Sie Fabienne Truffer und ihre Puppenkinder in unserer neuen Portrait-Reihe „Altes Wissen neu entdecken“ kennen.

In unserer neuen Portrait-Reihe möchten wir Ihnen besondere Persönlichkeiten mit einer Vorliebe für Nachhaltigkeit, Natur und altes Handwerk vorstellen. Die erste Folge zeigt Ihnen eine kreative Lady, die aus der Wolle ihrer Schafe wundervolle Dinge zaubert.

Wer sind Sie und was machen Sie?

Ich heisse Fabienne Truffer, Jahrgang 1972, bin ausgebildete Kindergärtnerin, nun Hausfrau und Mami von zwei Mädels (2007 und 2009) und gestalte liebevolle Puppenkinder aus natürlichen Materialien.

Wie kamen Sie zu diesem Tätigkeitsfeld?

Als Kind war ich eine gute Puppenmami und meine Susi war mir sehr wichtig. So wollte ich eine besondere Puppe für mein Mädchen. Der richtige Zeitpunkt für die erste Puppe fand ich zur Geburt meiner zweiten Tochter. Ich wollte die Grosse einbinden in die Pflege, um so Eifersucht gar nicht aufkommen zu lassen.

Foto: Fabienne Truffer
Fabienne Truffer

Es sollte eine weiche Puppe sein, aus natürlichen Materialien. Ich kannte natürlich von meiner Ausbildung her die Waldorfpuppen, wurde aber in der Schweiz nicht fündig. Dafür fand ich das Buch „Die Waldorfpuppe“ von Karin Neuschütz. Die Puppe für mein Kind selber machen zu können faszinierte mich und ließ mich nicht mehr los. Ich war schon kreativ tätig, in dem ich aus unserer hofeigenen Bio-Schafwolle kleine Kissen gegen Erkältungskrankheiten herstellte. So wagte ich mich an das Puppenkind. Neben meiner kleinen Tochter lag nun im Spitalbett der kleine Niklas. Meine Grosse schloss ihn sofort ins Herz und bemuttert ihn noch heute gerne. Meine Mädchen bringen mich auch immer auf neue Ideen mit meinem Sortiment und so gibt es neu neben Windeln, Unterhosen nun auch Feuchttüechlipackung, Windeltaschen und Tragtücher. Damit die Mädchen in ihrem Rollenspiel als zukünftige Mami auch richtig aufgehen können. Natürlich ist alles auch für Jungs erhältlich.

Welche Tätigkeit mögen Sie dabei besonders?

Ich liebe es, unter meinen Händen ein Puppenkind entstehen zu lassen. Dabei habe ich im Vorfeld sehr selten ein genaues Bild im Kopf. Ich lasse einfach entstehen und kann die Puppenkleider auch erst machen, nachdem die Puppe fix und fertig ist.

Ich finde diesen Prozess sehr spannend, wie eine kleine Geburt, bei der man ganz neugierig auf das Gesichtlein, auf das neue Menschlein wartet.

Fabienne-Truffer-1

Fabienne-Truffer-4
Zauberhafte Puppenkinder aus Handarbeit.

 

Was gefällt Ihnen am alten Wissen im Herbaversum?

Schäfchen für die Fadenkorb-Püppchen. Foto: Fabienne Truffer/fadenkorb.ch
Schäfchen für die Fadenkorb-Püppchen. Fotos: Fabienne Truffer

Schafwolle ist ein tolles Produkt, was viel zu wenig bekannt und geschätzt wird. Es wärmt und kühlt zugleich, passt sich an, kann keine Krankheitskeime aufnehmen, ist energiestärkend und hat eine natürliche Selbstreinigungsfunktion. Ich arbeite sehr gerne damit. Ich verwende Schweizer Wollstoff für die „Haut“, welche über die gleichen positiven Eigenschaften verfügt wie die Schafwolle inwendig. Besonders freut mich, nun eine Spinnerin im nahen Unterwallis gefunden zu haben, welche mir wunderbare Mohairwolle für die Haare liefert. Die Summe dieser tollen, einmaligen Produkte ergibt wirklich wundervolle Puppenkinder, und ich habe noch kein Kind gesehen, das dem Charme und der Wärme eines solchen widerstehen kann. Schön, wenn das Wissen um die natürliche Wärmehaushaltung, die energiestärkende, selbstreinigende Wirkung der Schafwolle geschätzt und über Webseiten wie das Herbaversum ein Stück weit erhalten bleibt.


Sie möchten mehr über Fabienne Truffer erfahren?

Besuchen Sie sie im Internet auf
Ihrer Homepage: www.fadenkorb.ch
im Blog: https://faduchorb.blogspot.com
oder auf Facebook: https://www.fb.com/fadenkorb.ch

In Ihrem Youtube-Kabal bietet Sie darüber hinaus Märchen und Geschichten auf Walliser Deutsch erzählt! Fadenkorb.ch

Möchten Sie hingegen mehr über die Geschichte der Schafe bei den Menschen und den Beruf des Schäfers erfahren, stöbern Sie einfach in unserem Lexikon „Altes Wissen“ im Herbaversum: Der Schäfer.

 

 

Kommentar verfassen