Bienenpflanze-Taubnessel
Die Taubnessel ist nur eine der vielen Pflanzen, die den Bienen Nahrung bieten. Foto: Sabrina Kirsten

Bienen sind faszinierende Insekten und ihre Arbeit ist für Menschen und Tiere absolut unentbehrlich. Nicht umsonst heißt es, dass der Tod der Bienen den des Menschen auf der Erde nach sich zieht. Doch warum sind Bienen so wichtig für das ökologische Gleichgewicht?

Bienen spenden Pflanzenleben

Pflanzen brauchen Bestäuber, um sich vermehren zu können. Bienen fliegen von Blüte zu Blüte, sammeln Nektar und nehmen in ihrem kleinen Pelz stets einige Pollen mit. Bienen verbreiten somit diese Pflanzenpollen und verlieren an der nächsten Blüte erneut einige davon. Die Biene wiederum braucht den Nektar der Pflanzen zum Leben: Ein perfekte Symbiose.

Die Honigbiene ist zwar nicht das einzige Insekt, das Pflanzen bestäubt, auch Wildbienen, Hummeln und Wespen tun das, aber sie ist doch das Wichtigste. Hierzulande brauchen 75% der Blütenpflanzen Bestäubung, um aus der Blüte eine Frucht und somit neue Samen bilden zu können.

Das heißt, dass es die meisten Obst- und Gemüsesorten ohne Bienen schon bald nicht mehr geben würde. Damit hört aber die Bedeutung von Bienen noch lange nicht auf. Denn viele Früchte sind Nahrung für andere Tiere, die wiederum eine Rolle für die Nahrungskette des Menschen spielen.

In den vergangenen Jahrzehnten wurden die Bienen sind jedoch durch Monokulturen in der Landwirtschaft, den Einsatz von besonders gefährlichen Insektiziden und die Varroamilben bedroht. Auch private Gärten wurden vieler Orts für die schöne Optik mit Pestiziden bearbeitet, um lästiges Unkraut zu entfernen, Hinzu kamen moderne Pflanzen-Züchtungen, die nur noch wenig bis keine Nahrung für die Bienen spenden.

Die eingesetzten Monokulturen schaden der Biodiversität und so gibt es auch immer weniger Nahrungsquellen für Bienen, Hummeln, Wespen und Co.! Dabei ist es vergleichsweise einfach im eigenen Garten ein wenig für die Bienen zu tun: Bienenpflanzen sind meist genügsame und doch hübsche Gewächse, die den naturnahen Garten vielfältig bereichern.

 

 

Bienenpflanzen für den Bienenschutz

Jeder kann jedoch ganz einfach einen kleinen Beitrag leisten, indem er selbst Blumen und Kräuter pflanzt. Doch leider sind nicht alle Pflanzen für Bienen geeignet. Selbst unter blühenden Pflanzen gibt es Unterschiede im Nutzen für die kleinen Emsen.

 

Beispiele für Bienenpflanzen

Agastache

Borretsch

Efeu

Färberginster

Himbeere

Lavendel

Mauerpfeffer

Nachtkerze

Rosmarin

Sonnenblume

Tagetes

Veilchen

Alant

Brombeere

Ehrenpreis

Fette Henne

Huflattich

Leinkraut

Melisse

Nelke

Salbei

Steinkraut

Taubnessel

Verbene

Weidenröschen

Basilikum

Butterblume

Eibisch / Malve

Gänseblümchen

Kapuzinerkresse

Männertreu

Minze

Oregano

Schafgarbe

Strohblume

Thymian

Wandelröschen

Weinraute

Bohnenkraut

Duftwicke

Eisenhut

Glockenblume

Klee

Margerite

Mohn

Ringelblume

Schnittlauch

Süßdolde

Tripmadam

Wegwarte

 

Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern bietet eine kleine Beispielsliste der nützlichen Bienenpflanzen auf Balkon, Terrasse und im Garten.

 

Bienenpflanzen im eigenen Garten

Wer jetzt sofort seinen Balkon oder Garten bepflanzen möchte, kann auch nach speziellen Saatmischungen Ausschau halten. Es gibt inzwischen viele Anbieter, die extra ein Mischung für Bienen verkaufen. Hierzu zählen beispielsweise Firmen wie Alnatura oder das Netzwerk „Blühende Landschaft„.

Weitere Informationen finden Sie auch beim Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Dort gibt es ein Pflanzenlexikon zum Download „Bienenfreundliche Pflanzen für Balkon und Garten“.

 

 

Lesen Sie mehr über den Schutz und die Förderung von Bienen im Magazin, beispielsweise im Bericht über die Bienensauna, in dem die Funktionsweise und die Hilfestellung gegen Schädlinge wie der Varroamilbe erklärt werden.

Weitere Bienenbeiträge finden Sie unter dem Tag „Bienen“.


 

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