Beim der Gartengestaltung fallen im Bauerngarten als erste Merkmale die genaue Aufteilung und die klare Linienführung nach geometrischen Formen auf, die dennoch eine scheinbar zufällige Anordnung in der Mischkultur mitbringt.

Zu Beginn wird ein entsprechender Plan für den Bauerngarten zum anlegen gemacht, in dem ein quadratisches oder auch rechteckiges Beet aufgezeichnet wird. Nach diesem Plan wird später das Beet abgesteckt. In der Skizze werden nun im Querschnitt kleinere Vierecke eingeteilt.

Dadurch erreicht man die spätere Arbeit im Bauerngarten durch die leichte Erreichbarkeit der einzelnen Kräuter. Bei der Planung der Aufteilung sollte in jedem Fall ein Wegekreuz eingeplant werden, dessen Wegbreite bei z.B. einem 3 x 3 m großen Beet in der Relation ca. 50 cm betragen sollte.

Als nächstes sollte bereits in der Planungsphase eine ausgewogene Mischkultur aus Kräutern, Gemüse und Blumen ausgewählt, wobei man hier auf geeignete Nachbarn achten sollte, damit sich die einzelnen Pflanzen gegenseitig unterstützen und schützen können.

Durch die Berücksichtigung der Nachbarschaftseigenschaften kann man häufig ganz ohne chemische Keule die Abwehrkräfte der Pflanzen stärken, Nützlinge anziehen, Schädlinge abwehren und das Wachstum im Ganzen positiv beeinflussen.

Natürlich ist es dem Einzelnen überlassen, ob die eigentlichen Beete am Ende quadratisch sein sollen oder beispielsweise rautenförmig. Jedoch sollten stets vorher die Planungen für die geometrische Grundstruktur gemacht werden und diese dann genau umgesetzt werden, da ein „Pie-mal-Daumen“ in diesem Fall nicht das optimale Ergebnis hervorbringt.

Geometrische Grundformen ins Beet übertragen

Dann geht es ans Beet: Am einfachsten dürfte es sein, wenn Sie die geometrischen Grundformen in ihrem vorbereiteten Beet mit kleinen Stöcken markieren und durch Schnüre verbinden, damit Sie die Form nicht aus den Augen verlieren.

Die entsprechende Einteilung der Kräuter entnehmen Sie ihrem Plan und setzen diese entsprechend Ihrer Vorgaben. Beachten Sie hierbei auch die Eigenarten der einzelnen Kräuter wie beispielsweise den Platzbedarf – eine Engelwurz beispielsweise würde in einem kleinen Beet sehr schnell die anderen Pflanzen durch ihre Größe „überflügeln“ und ist daher nur für größere Bauerngärten geeignet.

Gleichzeitig können Sie beispielsweise durch die Einplanung von kleineren, jedoch häufig genutzten Kräutern in Reihen zusätzliche geometrische Akzente schaffen. Sind die Beete fertig bestückt, können Sie die Beete mit einem Heckenkraut einfassen und den Weg befestigen, welche beispielsweise mit Kies ausgestreut wird.

Zu guter Letzt können Sie nun einen Mittelpunkt im Bauerngarten anlegen, beispielweise mit einer großen Staude oder auch mit einer Sitzgelegenheit.

Natürlich können Sie auch eines der Quadrate zu Ihrem gemütlichen Kräutererholungsort machen und so Ihren Blick über das harmonische Bild des Kräutergartens schweifen lassen.

Schön und nützlich zugleich: Pflanzen für den Bauerngarten

Anlegen können Sie Ihren Bauerngarten beispielsweise mit den folgenden Pflanzen

Buschbohnen

Gurken

Karotten

Kohl

Kürbis

Lilien

Paprika

Radieschen

Ringelblume

Rosen

Salat

Sellerie

Tomaten

Zitronenmelisse

Zucchini

Zwiebelgewächse

Beispielanordnung im Bauerngarten: Beispielanordnung: 1=Borretsch, 2=Petersilie, 3=Kapuzinerkresse, 4=Ringelblume, 5=Kerbel, 6=Schnittlauch, 7=Tagetes, 8=Malve

 

Beispielanordnung für den Bauerngarten:
1=Borretsch, 2=Petersilie, 3=Kapuzinerkresse, 4=Ringelblume, 5=Kerbel, 6=Schnittlauch, 7=Tagetes, 8=Malve

 

 

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