Allium schoenoprasum L.

Synonym: Allium tenuifolium, Cepa schoenoprasum, Porrum schoenoprasum u.a

Schnittlauch; Foto: Sabrina Kirsten
Schnittlauch; Foto: Sabrina Kirsten

Schnittlauch

Volkstümliche Namen:
Pfannkuchenkraut, Schnittzwiebel, Binsenlauch, Graslauch, Pankokenkraut, Preseloak, Schnittling, u.a.

Familie: Alliaceae / Zwiebelgewächse
Untergruppe: Lilienähnliche
Ordnung: Spargelartige

Vorkommen: Europa, Feuchtwiesen, Flussauen

Hinweise

Gehört zu den Allium-Arten

 

 

notfall

Beschreibung:

20 bis 30 cm wächst der Schnittlauch in kleinen Büschen ganzjährig mit seinen typischen, dunkelgrünen und röhrenförmigen Blättern. Die Blüten sitzen wie halbkugelige Köpfchen zwischen den glänzenden Halmen und erheben sich leicht in rötlich-lilaner Farbe darüber hinaus.

Informationen zum Anbau

Lebensform: mehrjährig, winterhart
Blütezeit: Juni bis August
Erntezeit: ganzjährig
Ernte: Blätter / Halme, ca. 2 cm über dem Boden abschneiden
Konservierung: nicht notwenig, da ganzjährig, bedingt einfrieren (nur wenige Tage, daher lieber in ein Glas Wasser stellen), nicht trocknen!
Standort: sonnig bis halbschattig mit kompostreichem Boden
Pflegeanspruch: feucht halten, im Frühjahr düngen, alle zwei bis drei Jahr teilen
Vermehrung: Teilung im Frühjahr, Aussaat am März

Sonstige Informationen

Kultivierung: Kaltkeimer (Saat braucht eine Frostperiode); Aussaat ca. 1 bis 2 cm tief; auch für Gefäßkultur geeignet. Sollte in keinem Bauerngarten fehlen.

„Illustration Allium schoenoprasum0 clean“ von Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé - Original book source: Prof. Otto Wilhelm Thomé; Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz. 1885, Gera, GermanySource: www.biolib.de. Lizenziert unter Gemeinfrei über Wikimedia Commons - https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Illustration_Allium_schoenoprasum0_clean.jpg#/media/File:Illustration_Allium_schoenoprasum0_clean.jpg
„Illustration Allium schoenoprasum0 clean“ von Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé – Original book source: Prof. Otto Wilhelm Thomé; Flora von Deutschland, Österreich und der Schweiz. 1885, Gera, GermanySource: www.biolib.de. Lizensiert unter Gemeinfrei via Wikimedia Commons..

Verwendungsmöglichkeiten:

In Naturheilkunde / Volksheilkunde

Allii schoenoprasum
Schnittlauchblätter

Inhaltsstoffe: Alkylsulfide, Vitamine, Mineralstoffe, Kohlenhydrate, Ballaststoffe u.a.

In der Volksheilkunde vorwiegend bei Wurmbefall angezeigt wird dieses Kraut heute vorwiegend in der Küche genutzt als Gewürz oder Gemüse.

 

Für Kosmetik & Pflege

 

In der Küche

Vorzugsweise frisch in Salaten, Saucen, Suppen, Rührei ect. kann Schnittlauch auch für jegliche Garnierung verwendet werden, sowie überall, wo ein wenig herzhafte Würze gefragt ist. Allerdings sollte man ihn nicht mitkochen, damit die Vitamine nicht verloren gehen. Schnittlauch bietet eine milde Schärfe, die sich vielfältig kombinieren lässt.

 

Für Dekorationen

Die hübschen rötlichen Blüten eignen sich sehr schön für herzhaft Duftende Kräutersträuß, lassen jedoch vergleichsweise schnell den Kopf hängen. Die Blätter selbst sind jedoch ebenso wie die Blüten insbesondere für Garnierungen von Speisen geeignet.

 

Überlieferungen / Aberglaube

Der Name schoenoprasum stammt vom griechischen „schoinos“ („Binse“) und „prason“ („Lauch“), was auf die Blätterform zurückzuführen ist. Die deutsche Übersetzung lässt sich vom Schneiden des Lauches sehr logisch ableiten, da nur die oberirdischen Krautteile genutzt werden.

Im Aberglauben findet man in einem kleinen Sträußchen aus Schnittlauchblüten am Fenster einen Talisman gegen jegliches Unglück sowie gegessener Schnittlauch in der Gründonnerstagssuppe als Gesundheitsgarant für das kommende Jahr. Auch die geistlichen Vertreter waren sich der magischen Wirkung des Schnittlauchs gegen Hexen bewusst und pflanzten ihn daher angeblich so gerne in ihren Klostergärten an.

 

 

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