Crocus sativus L.

Synonym: Crocus autumnalis, Crocus officinalis

Echter Safran

Volkstümliche Namen:
„rotes Gold“, Gewürzsafran, Krokus

Familie: Iridaceae / Schwertliliengewächse
Untergruppe: Lilienähnliche
Ordnung: Spargelartige

Vorkommen: seit dem Altertum kultiviert in Südeuropa, Südasien

 Hinweise

Safran ist eines der teuersten Gewürze der Welt

In hohen Dosen giftig!

Generell nicht in der Schwangerschaft verwenden!

notfall

Beschreibung:

Auf den ersten Blick unterscheidet sich der Safrankrokus nicht viel von anderen Krokusarten: Er hat einen aufrechten Wuchs von bis zu 10 cm und schmale, linealische Blätter mit einem hellen Streifen in der Mitte.

Die Blüten sind violett und trichterförmig, mit langen Griffeln, die aus der Blüte hervorragen.

Informationen für den Anbau:

Lebensform: mehrjährig, Knollenpflanze
Blütezeit: September bis November
Erntezeit: September bis November
Ernte: nur Narbenschenkel der Blüte
Konservierung: trocknen
Standort: sonnig bis halbschattig, Gartenboden
Pflegeanspruch: anspruchslos, Blätter nach der Blüte nicht schneiden
Vermehrung: Brutknollen, Direktsaat

Weitere Informationen:

Safran ist mit der giftigen Herbstzeitlosen verwandt und ist in höheren Dosen ebenfalls giftig. Für 1 kg Safran müssen bis zu 150.000 Blüten geerntet und verarbeitet werden, die ca. 1000 qm Anbaufläche beanspruchen.

Safran; Köhlers Medizinalpflanzen
Safran; Köhlers Medizinalpflanzen

Verwendungsmöglichkeiten:

In Naturheilkunde / Volksheilkunde

Croci stigma
(alte Bez.: Stigma Crocus Syn.: Crocus hispanicus, Crocus orientalis, Flores Croci, Stigmata Corci u.a.)
Safranfäden

Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Terpene, Carotinoide, Vitamin B12, fettes Öl, Stärke, u.a.

Die Volksheilkunde beschreibt den Safran als beruhigendes Mittel sowie bei Krämpfen, Asthma, Bronchospasmen und bei Menstruationsbeschwerden. Wegen der möglichen toxischen Wirkungen ist jedoch von dieser Verwendungsart abzuraten.

 

Für Kosmetik & Pflege

 

In der Küche

Besonders die indische Küche schätzt den Safran und sein würziges Aroma. Er ist ein wichtiger Bestandteil vom echten Indischen Curry, wird inzwischen jedoch in fast allen Küchen besonders auch wegen seiner speisenfärbenden Eigenschaften genutzt. Reis wird beispielsweise durch die Zugabe von Safran intensiv goldgelb.

Vorzugsweise werden die ganzen Fäden genutzt. Doch auch pulvierisierter Safran ist inzwischen in jedem gut sortierten Gewürzgeschäft erhältlich, zwar sehr teuer, aber auch sehr sparsam in der Verwendung, weshalb er meist in kleinen Gramm-Packungen verkauft wird.

 

Für Dekorationen

 

Überlieferungen / Aberglaube

Die Herkunft des Gattungsnamens wird im hebräischen vermutet – „carcóm“ wird bereits von Salomon erwähnt; die Zusatzbezeichnung „sativus“ hingegen bezieht sich auf den bereits im Altertum verbreiteten Anbau des Safrankrokuses. Weitere alte Quellen für das wohl bis heute zu den teuersten Gewürzen der Welt gehörende Würz- und Färbemittel sind der Papyrus Ebers sowie Überlieferungen, die mit Plinius, Dioskurides, Theoprast und Hippokrates in Verbindung stehen. Auch die Bibel erwähnt den Safran im Hohenlied.

In unseren Breiten erreichte der Safran im Mittelalter seinen bis heute sehr hohen Stellenwert. Die Araber brachten das kostbare Gewürz über die Alpen nach Europa. Erst seit dem 15. Jahrhundert ist der Anbau in Südfrankreich und Spanien belegt.

 

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