Coriandrum sativum L.

Synonym: Coriandrum maius, Coriandrum diversifolium, Selenium coriandrum u.a.

Koriander; Foto: H. Zell/Wikipedia
Koriander; Foto: H. Zell/Wikipedia

Echter Koriander

Volkstümliche Namen:
Cilantro, Wanzenkraut, Schwindelkörner, Schwindelkraut, Wanzendill, Klanner

Familie: Apiaceae / Doldenblütengewächse
Untergruppe: Asternähnliche
Ordnung: Doldenblütlerartige

Vorkommen: Südeuropa, vorderer Orient

Hinweise

notfall

Beschreibung:

Das alte, beliebte Heilkraut Koriander hat einen aufrechten, filigranen Wuchs von bis zu 60 cm. Die Stängel sind dabei rund, verzweigt und hellgrün mit feinen Furchen. Die unteren Blätter sind breit gefiedert und erinnern geschmacklich an Petersilie. Ebenso wie die oberen Blätter haben sie einen würzigen Duft, während die oberen Blätter durch ihre feiner Fiederung auf sich aufmerksam machen.

Die Blüten sind weiße bis rötliche Dolden, an denen sich später auch die hellbraunen, leicht süßlichen Samen entwickeln. Die Samenhülse ist leicht gerippt.

Informationen für den Anbau

Lebensform: einjährig
Blütezeit: Juni bis Juli
Erntezeit: April bis August
Ernte: frische Blätter und Blüten, Samen
Konservierung: trocknen der Samenfrüchte, Blätter einfrieren
Standort: sonnig
Pflegeanspruch: anspruchlos, gegebenenfalls stützen
Vermehrung: Direktsaat ab Mai

Weitere Infos:

Pflanzabstand ca. 20 cm.
Die grünen Blätter finden sich als Hauptzutat in indischen Currymischungen.

Koriander; Afbeeldingen der artseny-gewassen met derzelver Nederduitsche en Latynsche beschryvingen (1796); Abb. Biolib.de
Koriander; Afbeeldingen der artseny-gewassen met derzelver Nederduitsche en Latynsche beschryvingen (1796); Abb. Biolib.de

Verwendungsmöglichkeiten:

In Naturheilkunde / Volksheilkunde

Coriandri fructus (alte Bez.: Fructus Coriandri)
Korianderfrüchte

Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Borneol, p-Cymen, Campher, Limonen u.a.

Die Hauptwirkung von Koriander ist krampflösend im Magen-Darm-Bereich.

Coriandri aetheroleum (alte Bez.: Oleum Coriandri)
Korianderöl

Inhaltsstoffe: wie Koriandersamen

 

Für Kosmetik & Pflege

Die reifen Samen helfen eingeschränkt bei Mundgeruch – z.B. nach Knoblauchgenuss.

 

Korianderfrüchte. Foto: Bierfaß/Wikipedia
Korianderfrüchte. Foto: Bierfaß/Wikipedia

In der Küche

Mit Koriander lässt sich in der Küche vielerlei anfangen: Von Gerichten mit Tomate oder Bohnen, Suppen und Gemüsekreationen über Currygerichte und Apfelstrudel können die Samen gewürzt werden. Auch zum Einmachen von Kürbissen und Gurken passen Koriandersamen sehr gut. Die frischen Blätter geben Eintöpfen, Salaten und Saucen den richtigen „Pfiff“. Natürlich darf er auch in der Weihnachtsbäckerei nicht fehlen: Lebkuchen!

 

 

Für Dekorationen

In Potpourries und Aromatöpfen gibt Koriander Mischungen eine abgerundete Note.

 

Überlieferungen / Aberglaube

Erste Hinweise auf den Anbau dieser Pflanze gibt es bereits aus der Zeit vor 3000 Jahren. Sie wird in indischen Überlieferungen ebenso wie in ägyptischen Papyri und nicht zuletzt sogar in der Bibel erwähnt. Im asiatischen Raum galt er sogar als Lebenselexier, das Unsterblichkeit verleihen könne.

Vermutlich waren es die Römer, die den Koriander aus dem vorderen Orient in unsere Breiten brachten. Hier finden wir in überlieferten Rezepten mit Kümmel und Essig konserviertes Fleisch.