Anthriscus cerefolium L.

Synonym: Chaerefolium cerefolium

Index of 4000 botanical images (2004), Biolib.de
Index of 4000 botanical images (2004), Biolib.de

Echter Kerbel

Volkstümliche Namen:
Gartenkerbel, Suppenkraut, Küchenkerbel

Familie: Apiaceae / Doldenblütler
Untergruppe: Asternähnliche
Ordnung: Doldenblütlerartige

Vorkommen: Europa, in gemäßigten Zonen kultiviert

Hinweise

enthält roh Vitamin C, Karotin, Eisen und Magnesium.

Bestandteil der „Kräuter der Provence“

 

notfall

Beschreibung:

Relativ unscheinbar begegnet uns der Kerbel; an schlanken hohen, leicht gerillten und verästelten Stengeln spriessen aus den Verästelungen fiedrige, fast farnartige Blätter in hellem Grün, welche sich im Spätsommer leicht rötlich färben. An den Stengelspitzen sitzen kleine weiße Blütendolden, die in klaren hellen mondbeschienenen Nächten wie Silberstaub wirken.
Die Samen sind schmal, dunkel und bis zu 6 mm lang. Die Pflanze selbst wird zwischen 30 und 60 cm hoch.

Informationen zum Anbau

Lebensform: einjährig
Blütezeit: Mai bis August
Erntezeit:April bis September
Ernte: junge Blätter vor der Blüte
Konservierung: frisch verwenden, da Aroma leicht verfliegt, evtl. einfrieren oder in Essig
Standort: halbschattig
Pflegeanspruch: anspruchslos, bei Trockenheit mäßig gießen
Vermehrung: Direktsaat ab März, Folgesaat bis August – Achtung, Samen keimen rasch.

Sonstige Infos:
Optimaler Pflanzstandort ist unter einer laubabwerfenden Pflanze – dann hat er es im Sommer leicht schattig und bekommt dennoch die Wintersonne. Öfteres Nachsähen bringt regelmäßige Erträge – in Ruhe gelassen treibt er nur zweimal.

Pflanzabstand sollte um die 20 cm betragen, nicht umpflanzen.

Kerbel; Flora von Deutschland Österreich und der Schweiz (1885), Abb. Biolib.de
Kerbel; Flora von Deutschland Österreich und der Schweiz (1885), Abb. Biolib.de

Verwendungsmöglichkeiten:

In Naturheilkunde / Volksheilkunde

Cerefolii herba (alte Bez.: Herba Cerefolii, Herba Cerefolii germanici-)
Kerbelkraut

Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Flavonoide u.a.

Das Kerbelkraut findet in der Volksheilkunde als harntreibendes Mittel Verwendung. Auch als Presssaft für Frühjahrskuren sowie bei chronischen Ekzemen äußerlich wird er in einigen Quellen genannt.

 

Für Kosmetik & Pflege

Ein Auszug von Kerbelblättern kann für die Herstellung von Gesichtsmasken ebenso wie zur Hautreinigung genutzt werden.

 

In der Küche

Der Kerbel gehört zu den traditionellen Kräutern der französischen Küche und findet sich in bekannten Kräutermischungen wie beispielsweise den „Kräutern der Provence“ wieder. Man nutzt die feingehackten Blätter für Kräuterquark, Salate, Suppen, Saucen, Gemüse-, Eier- und Fischgerichte sowie für Geflügel. Manche Quellen geben auch die Verwendung als Spinatkraut an. Sein feines, anisähnliches, manchmal auch petersilien- und myrrheähnliches Aroma ist jedoch sehr empfindlich, weshalb er nicht mitgekocht werden, sondern der Speise erst bei Ende der Zubereitung zugefügt werden sollte.

 

Für Dekorationen

 

Überlieferungen / Aberglaube