Tropaeolum majus L.

Syn.: Tropaeolum elatum, Tropaeolum repandifolium

Kapuzinerkresse; Foto: Dinkum/Wikipedia
Kapuzinerkresse; Foto: Dinkum/Wikipedia

Große Kapuzinerkresse

Volkstümliche Namen:
Salatblume, Salatkresse, Kapuzinerli, Gelbes Vögerl, Blumenkresse

Familie: Tropaeolaceae/ Kapuzinerkressengewächse
Untergruppe: Rosenähnliche
Ordnung: Kreuzblüterartige

Vorkommen: Südamerika, kultiviert in Europa

 

Hinweise

nicht für Säuglinge / Kleinkinder geeignet

kann Darmreizungen und Kontaktallergien verursachen

antibiotische Wirkung

Arzneipflanze des Jahres 2013
Studienkreis Entwicklungsgeschichte
der Arzneipflanzenkunde

 

notfall

Beschreibung:

Die Kapuzinerkresse besticht nicht allein durch ihre schönen, großen gelb-orangenen und roten Blüten, mit der sie eine Zierde für jeden Garten sind. Neben den fünfzählig gespornten und trompetenförmigen Blüten sind auch die großen, schildförmigen, gräulich-grünen Blätter eine Augenweide.

Die Kapuzinerkresse wächst buschig, zumeist niederliegend oder kletternd in 2 bis 3 m langen Ranken. Die Blätter sind rundlich und besitzen radförmige, helle Adern, die deutlich sichtbar sind.

Informationen zum Anbau

Lebensform: einjährig
Blütezeit: Mai bis Oktober
Erntezeit: Mai bis Oktober
Ernte: Blätter und Blüten nach Bedarf während der Blütezeit
Konservierung: Blüten in Essig (falsche Kapern), sonst besser frisch
Standort: sonnig, nährstoffreicher, lehmiger Boden
Pflegeanspruch: anspruchslos, anfällig für Blattläuse – zieht diese jedoch von anderen Pflanzen ab, regelmäßiges entfernen von verblühten Blüten und Blättern erhöht den buschigen Wuchs
Vermehrung: Aussaat, Direktsaat ab Mai; Vorkultur ab März

Sonstige Infos:

Pflanzabstand: ca. 40 cm; Vorkultur unter Glas; für Topfkultur geeignet, frostempfindlich, Blätter haben „Lotuseffekt“ durch wächserne Schicht, braucht Rankhilfe (z.B. Zaun)

Kapuzinerkresse; Afbeeldingen der artseny-gewassen met derzelver Nederduitsche en Latynsche beschryvingen (1796), Abb. Biolib.de
Kapuzinerkresse; Afbeeldingen der artseny-gewassen met derzelver Nederduitsche en Latynsche beschryvingen (1796), Abb. Biolib.de

 

Verwendungsmöglichkeiten:

In Naturheilkunde / Volksheilkunde

Tropeoli herba (alte Bez.: Herba Tropeoli)
Kapuzinerkressenkraut

Inhaltsstoffe: Glucosinolate mit Gluctropaeolin, Benzylsenföl, Oxalsäure, Mineralstoffe, Ascorbinsäure, u.a.

Das Kraut der Kapuzinerkresse wurde bereits von den Indianern Südamerikas als Wundheilmittel genutzt. Wegen des Vitamin-C-Gehaltes ist auch sind auch die Quelle als Mittel gegen Scorbut schlüssig nachvollziehbar. Des weiteren wird das Kraut als unterstützendes Mittel bei Bronchialerkrankungen erwähnt.

 

Für Kosmetik & Pflege

 

In der Küche

Sowohl Blüten als auch Blätter eigenen sich als hervorragende Zutat in Salaten, Kräuter-Quark-Mischungen sowie einfach feingeschnitten auf Butterbrot. Das Aroma ist dabei kresseähnlich bis leicht pfefferig und sollte nur in kleinen Mengen eingesetzt finden. Des weiteren passen die Blätter auch sehr gut zu Frischkäse- und Kartoffelgerichten, zu Eiern ebenso wie zu Desserts.

Die Blüten finden neben dem dekorativen Einsatz in Salaten auch ihren kulinarischen Platz als falsche Kapern (in Essig eingelegt) sowie als Buffetdekoration, auch verzuckert für Desserts. Ein übermäßiger Genuss kann durch die enthaltene Oxalsäure jedoch Darmreizungen verursachen.

 

Für Dekorationen

Vorwiegend in der Küche im Einsatz fällt hier natürlich der Einsatz als Speisendekoration auf – ob direkt auf dem Teller oder auf dem Buffet angerichtet ist dabei zweitrangig. Doch auch in der Blumenvase macht die Kapuzinerkresse eine gute Figur oder auch einzelne Blüten in einer Glasschale mit Wasser schwimmend.

 

Überlieferungen / Aberglaube

Aus Südamerika stammend gelangte die Kapuzinerkresse erst im 17. Jahrhundert durch Beverning von Peru aus nach Europa. Die Indianer Perus trugen häufig Blätter dieser Pflanze bei sich, um infizierte Wunden damit schnell behandeln zu können.

Der Gattungsname Tropaeolum stammt vom griechischen trópaion und bezeichnet eine Verkleinerungsform von „Schildförmiges Blatt, Siegeszeichen“. Der deutsche Name Kapuzinerkresse wurde durch die Ähnlichkeit mit den Kopfbedeckungen der Kapuziner geprägt.