Anthemis tinctoria L.

Färberkamille, Foto: Kurt Stüber/biolib.de
Färberkamille, Foto: Kurt Stüber/biolib.de

Echte Färberkamille

Volkstümliche Namen:
Färber-Hundskamille

Familie: Asteraceae / Korbblütengewächse
Untergruppe: Asternähnliche
Ordnung: Asternartige

Vorkommen: Europa, Asien

Hinweise

Alte Färbepflanze

 

notfall

Beschreibung:

Die Färberkamille wächst buschig und verzweigt mit fein gefiederten, farnartigen Blättern. Die Blätter sind graugrün und häufig leicht gekräuselt. Die Blüten werden bis zu 5 cm im Durchmesser groß und sitzen einzeln auf den feinen, langen Stielen. Sie blühen kräftig gelb und gleichen Margeriten.

Die gesamte Pflanze wird bis zu 60 cm hoch.

Informationen für den Anbau

Lebensform: Staude
Blütezeit: Juni bis September
Erntezeit: Juni bis Oktober
Ernte: Blätter und Blüten, Stängel
Konservierung: Blüten in Essig (falsche Kapern), sonst besser frisch
Standort: sonnig, magerer, kalkhaltiger Boden
Pflegeanspruch: anspruchslos, Rückschnitt im Herbst
Vermehrung: Direktsaat (Lichtkeimer), Teilung im Herbst

Sonstige Infos:

Pflanzabstand: ca. 30 cm

 

Färberkamille, Illustrations of the British Flora (1924), Abb. Biolib.de
Färberkamille, Illustrations of the British Flora (1924), Abb. Biolib.de

Verwendungsmöglichkeiten:

In Naturheilkunde / Volksheilkunde

 

Für Kosmetik & Pflege

 

In der Küche

Die Blüten der Färberkamille werden zur optischen Verschönerung gerne in Tees eingesetzt, doch auch als essbare Garnierung eignen sich die goldgelben Blüten. Des weiteren lassen sich die Blüten kandieren, in Honig einlegen oder zur Speisenfärbung nutzen. Die jungen Blätter können des weiteren als Würze in Kräuterquark genutzt werden.

 

Für Dekorationen

Neben der Speisendekoration eignet sich die Färberkamille zum Färben von Naturstoffen und Wolle. Als Beize kann dabei Alaun dienen, welche ein schönes gelb erzielt, oder auch Weinstein, welcher ein kräftiges goldgelb hervorruft.

 

Überlieferungen / Aberglaube

Die Färberkamille wurde früher als Färbemittel eingesetzt.