Cnicus benedictus L.

Benediktenkraut mit Blüte; Foto: H. Zell
Benediktenkraut mit Blüte; Foto: H. Zell

Benediktenkraut

Volkstümliche Namen:
Bitterdistel, Kardobenediktenkraut, Benediktinerwurzel, u.a

Familie: Asteraceae/ Korbblütengewächse
Unterklasse: Asternähnliche
Ordnung: Asternartige

Vorkommen: europäisches Mittelmeergebiet

Hinweise

Kann bei Überdosierung zu
Übelkeit und Erbrechen führen.

Nicht anwenden bei
Magen- und Darmgeschwüren

 

 

notfall

Beschreibung:

Die Kardobenedikte erinnert auf den ersten Blick an eine Distel. Die bis zu 60 cm hohe Pflanze hat steife, behaarte Stängel, bedornte Blätter, die bis zu 30 cm lang und 8 cm breit werden und am Rand mit Stacheln besetzt sind, wodurch sie sägezahnartig wirken.

Die Blüten stehen körbchenförmig auf den Stängeln, sind im Durchmesser zwischen 3 und 4 cm groß, mit vielen gelben Röhrenblüten, welche von den stacheligen Hüllblättern scheinbar „beschützt“ werden.

Informationen für den Anbau:

Lebensform: einjährig
Blütezeit: Juni – September
Erntezeit: Juni – Juli
Ernte: Blätter und Zweigspitzen mit Blüten
Konservierung: trocknen
Standort: sonnig, trocken, sandige Böden
Pflegeanspruch: anspruchslos – nicht düngen!
Vermehrung: Direktsaat

 

Botanischer Bilder-Atlas (1884), Abb. Biolib.de
Botanischer Bilder-Atlas (1884), Abb. Biolib.de

 

 

Verwendungsmöglichkeiten:

In Naturheilkunde / Volksheilkunde

Cnici benedicti herba (alte Bez.: Herba Cardui benedicti)
Syn.: Cardui benedicti herba, Herba Cnici benedicti
Benediktenkraut

Inhaltsstoffe: Ätherisches Öl, Bitterstoffe, Triterpene, Flavonoide, Mineralien, u.a.

Vorwiegend bei Leber- und Gallenleiden (aufgrund der Bitterstoffe) empfohlen, soll die Kardobenedikte auch bei Fieber lindernd wirken sowie äußerlich angewandt als lokales Wundheilmittel bei Geschwüren und Frostbeulen hilfreich sein.

 

Für Kosmetik & Pflege

 

In der Küche

 

Für Dekorationen

Durch ihr auffallendes Blütenbild stellt die Kardobenedikte sich wunderbar als Mittelpunkt für einen schönen, rustikalen Kräuterstrauß dar – enggebunden auch getrocknet, jedoch nur bedingt haltbar.

 

Überlieferungen / Aberglaube

Während diese Pflanze bei antiken Schriftstellern noch keinerlei Erwähnung findet, wird sie in den mittelalterlichen Kräuterquellen um so mehr hervorgehoben.

Der botanische Name findet seinen Ursprung im griechischen „knizein“ (=“quälen“) und ist wohl auf die stacheligen Blätter zurückzuführen. Der Beiname Benedictus könnte zum einen vom lateinischen „gesegnet“ kommen, aber auch auf die Benediktinermönche zurückgehen, die in ihren Klöstern stets Heilkräuter anbauten und damit auch Armen im Krankheitsfall halfen.