Aloe barbadensis L.

Verwandt: Galdiolus palustris Gaud., Gladiolus pratensis (Sumpfsiegwurz)

Echte Aloe

Volkstümliche Namen:
Stachelblatt
Familie: Asphodelaceae / Afodillgewächse
Untergruppe: Lilienähnliche

Vorkommen: Tropische und Subtropische Gebiete, vor allem Afrika, Mittelamerika, Madagaskar, Arabien

 

 

Hinweise

Aloe vera ist als Heilmittel apothekenpflichtig!

Nicht in Schwangerschaft und Stillzeit zu verwenden!

Kontaktdermatitis / Allergien möglich

Vergiftung bei innerer Einnahme möglich!

notfall

Beschreibung:

Die Aloe zeichnet sich durch ihre großen, rosettenförmig angeordneten Blätter aus, die lang, schmal und fleischig sind, sowie am Rand mit kleinen Stacheln besetzt sind. Ihre Färbung ist in der Regel grau-grün zeitweise mit weißen Flecken. Sie wird zwischen 40 und 60 cm hoch. An älteren Pflanzen gibt es bisweilen gelb bis orangefarbene glockenartige Blüten in einem verhältnismäßig hohen, verzweigten Blütenstand (meist doppelt so hoch wie die Pflanze an sich).

Lebensform: immergrün mehrjährig / Staude
Blütezeit: Frühjahr
Erntezeit: ganzjährig
Ernte: bei Bedarf älteres Blatt abscheiden, benötigte Gelmenge herauspressen, Rest in Alufolie im Kühlschrank aufbewahren (hält ca. 2 Wochen)
Konservierung: unbekannt
Standort: sonnig und warm, braucht ca. 21° C – im Sommer regengeschützt auch draußen, frostempfindlich
Pflegeanspruch: bevorzugt Kakteenerde, sparsam gießen, alle 2 Monate schwach dosiert Kakteendünger
Vermehrung: bildet Ableger

Sonstige Pflanz-Infos:
Gedeiht nur als Kultur im Gefäß, braucht jedoch einen großen, stabilen und standfesten Topf, da sie sehr ausladend werden kann.

Verwendungsmöglichkeiten:

In Naturheilkunde / Volksheilkunde

Aloe barbadensis Mill.
Syn.: Aloe officinalis, Aloechinensis, Aloe elongata, Aloe indica, Aloe vulgaris
Aloe vera

Inhaltsstoffe: Aloine, Aloe-Emodin, Anthrachinonen u.a.

Das Gel der Aloe vera enthält antibakterielle Wirkstoffe und fördert die Wundheilung bei leichten Verbrennungen, Sonnenbrand und Insektenstichen.

Früher wurde die Aloe auch innerlich als Abführmittel angewandt, was jedoch heute wegen der starken Nebenwirkungen (Schädigung der Schleimhäute bis hin zu Darmblutungen), nicht mehr geraten wird.

 

Für Kosmetik & Pflege

Als Feuchtigkeitsspender und Weichmacher kommt die Aloe heute in Cremes, Körperlotions, Shampoos, Antitranspirantien und Sonnenschutzpräparaten zum Einsatz. Auch bei der Nachbehandlung von Narben soll Aloe vera die vernarbte Haut wieder schön machen helfen.

 

In der Küche

 

Für Dekorationen

 

Überlieferungen / Aberglaube

Bereits bei den alten Ägyptern war die Wirkung der Aloe bekannt – selbst Kleopatra soll sich ihrer bedient haben. Bis heute wird das Gel als Schönmacher gepriesen und in der Kosmetikindustrie genutzt. Da man ihr auch Heilungsfähigkeiten bei Strahlungsverletzungen unterstellt gibt es Gerüchte, dass eine der größeren Regierungen für den Notfall riesige Mengen dieser Pflanzen eingelagert und pflegen soll – ob dies stimmt, mag dahingestellt sein.

Zumindest gibt es Überlieferungen, dass im 4. Jahrhundert vor Chr. eine Insel im Indischen Ozean namens Socotra allein wegen ihrer Aloe-Pflanzen von Alexander dem Großen erobert worden sein soll… allerdings weniger wegen ihrer Heilfähigkeit, sondern weil sich aus dieser speziellen Aloeart ein besonderer violetter Farbton herstellen lassen soll.

 

 

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