Mit Seedballs die Welt ein bisschen bunter machen

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„Seedballs“ oder „Seedbombs“ sind eine kreative Art der Samenverbreitung. Sandra von Miss Greenball erzählt uns in ihrem Gastbeitrag mehr über den Ursprung der Samenkugeln.

Seedball beginnt zu keimen
Seedball beginnt zu keimen

Seedballs sind kleine Kugeln aus Erde, Ton und Saatgut. Sie werden auf freie oder brachliegende Grünflächen geworfen oder im Garten an Stellen gepflanzt, wo das Säen nur erschwert möglich ist.

Der Ursprung der kleinen Erdkugeln ist nicht ganz klar. Eine Theorie geht zurück auf den Japaner Masanobu Fukuoka, der die Samenbomben entwickelte, um nach dem Zweiten Weltkrieg seine Felder mit einer Direktsaatmethode zu bestellen. Die Samenkugeln, sogenannte nendo dango, waren mit Reise und Gerste gefüllt.
In den USA waren die Seedbombs bereits in den 1970er Jahren im Gespräch durch die New Yorker Guerillagärtnereigruppe Green Guerillas, die die Samenbomben bei ihren Pflanzaktionen einsetzten.

Wie funktionieren Seedballs genau?

Es wird eine Mischung aus Erde, Ton, Saatgut und Wasser hergestellt, aus welcher die Kugeln geformt werden. Nach dem Trocknen sind die Samenbälle sehr hart, denn Erde und Ton wirken als Träger für das Saatgut. Werden die Kugeln nun auf eine freie Fläche geworfen, gehen sie nicht kaputt. Somit können ganz leicht Flächen erreicht werden, die nur schlecht bepflanzt werden können.
Erst wenn die Seedballs mit Wasser in Berührung kommen – durch Gießen oder durch Regen – weicht die Erde auf und das Saatgut kann zu keimen beginnen.

Warum verstreut man nicht gleich loses Saatgut?

Lose verstreutes Saatgut kann leicht vom Wind hinfortgetragen und von Vögeln oder anderen Tieren gefressen werden. In den Seedballs sind die Samen geschützt und können ungehindert anfangen zu keimen. Feuchtigkeit und Wärme tun dann ihr übriges. Nach wenigen Tagen beginnen die kleinen Pflänzchen zu wachsen. Einige Wochen später fängt es an zu blühen und die Seedballs zeigen ihre volle Pracht, die in ihnen steckte.

Seedballs mit Essbaren Blüten

Eine ganz besondere Mischung sind Seedballs mit Essbaren Blüten. Die bunte Blütenmischung sieht nicht nur im Garten schön aus. Jede einzelne der zahlreichen Blüten ist essbar – vom Garten direkt auf den Teller. Die Mischung enthält u.a. die Sorten Kapuzinerkresse, Borretsch, Ringelblumen, Violen, Löwenmaul, Malven, Koriander, Thymian und Vergissmeinnicht.
Die Seedballs Essbare Blüten können ab April bis Ende Juni gepflanzt werden. Dann zeigen sie, je nach Saatzeitpunkt, bereits ab Ende Juni bis in den Oktober hinein ihre Blütenpracht.
Übrigens: Die Seedballs können auch im Topf gepflanzt werden. Manche Blumen benötigen allerdings etwas Platz, daher sollte der Kübel nicht zu klein sein. 2-3 Seedballs fühlen sich in einem Topf mit ca. 20 cm Durchmesser wohl.

Über Miss Greenball

Essbare Blüten_3erMiss Greenball alias Sandra ist begeisterte Hobbygärtnerin. Seit einigen Jahren blüht jedes Jahr ein buntes Meer aus Blumen und Nutzpflanzen auf ihrem Naschbalkon und in ihrem Mietgarten. Besonders Spaß machen ihr Nutzpflanzen, Kräuter und die Essbaren Blüten. Denn leckeres Essen, das aus dem eigenen Garten kommt, ist für sie etwas ganz besonderes.

Die Seedballs werden von Miss Greenball in liebevoller Handarbeit gerollt. Jeder Seedball ist ein Unikat. In aktuell 7 verschiedenen Sorten können Hobbygärtner, Blumenfans und all diejenigen, die die Welt gerne ein bisschen bunter haben möchten, die Seedballs pflanzen. Seedballs sind auch immer ein schönes Mitbringsel, z.B. zur nächsten Grillparty.

Möchten Sie mehr über Seedballs erfahren, besuchen Sie Miss Greenball auf ihrer Webpräsenz https://miss-greenball.de/ oder auf Facebook https://www.facebook.com/missgreenball

 

Wie vielfältig Sie essbare Blüten in der Küche zum Einsatz bringen, lesen Sie auch in Herbaversum-Spezial „Essbare Blüten“, das in Kooperation mit tollen Genussbloggern entstand.

 


 

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