Der Naturgarten

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Endlich sitzt der Frühling fest im Sattel und die Eisheiligen haben sich verabschiedet. Viele Gartenfreunde sind daher bereits im vollen Gange. Wir haben für Sie einige Tipps für den Naturgarten gesammelt.

Gartenarbeit im Naturgarten

Gartenarbeit im Naturgarten
Naturgarten-Pflege ist anders als die klassische Gartenarbeit. Foto: © sergign – Fotolia

Abseits von englischem Rasen und wohlgeordnetem Gemüsebeet erfreut sich der Naturgarten wachsender Beliebtheit. Die Gartenarbeit wird bei dieser Gartengestaltung nicht zwangsläufig weniger, doch zumindest anders: Die Wiese wird nicht wöchentlich gemäht, sondern lediglich nach Bedarf gestutzt. Das Unkrautjäten wird zugunsten der Mischkultur begrenzt, während Pflanzenschutzmittel aus natürlichen Mitteln gewonnen werden. Dafür bietet der Naturgarten eine große Vielfalt an Blumen, wilden und klassischen Kräutern sowie dem gegebenenfalls selbst angebauten Gemüse, das aus der eigenen Gartenarbeit garantiert doppelt so gut schmeckt.

Naturnahe Gärten sind die Wildfänge unter den Gartenanlagen. Sie bieten Nützlingen ein Zuhause und dem Gartenbesitzer ein schönes Refugium der Ruhe und Entspannung.

 

Ratgeber zum Naturgarten mit Tipps und Tricks

Um einen Naturgarten anzulegen gibt es vielfältige Aspekte, die in Teilen oder einander ergänzend für jede Gartengröße umsetzbar sind.

In unserem Ratgeber Naturgärten gestalten werden Ihnen einige Elemente des Naturgartens vorgestellt.

Ein besonderer Aspekt im Naturgarten ist und bleibt jedoch das Spiel mit dem Wasser – ein Naturteich erweitert den Lebensraum im eigenen Garten um ein Biotop für Libellen, Frösche und andere Tierchen. Auch zahlreiche Kräuter lieben die feuchte Umgebung: Wasserlinse, Brunnenkresse und Mädesüß sind nur einige der Kräuter aus dem Bereich der Ufervegetation, die im Garten das Auge und in der Küche den Gaumen erfreuen.

Unser Ratgeber Naturteich anlegen bietet Ihnen in diesem Bereich eine erste Informationsbasis.

Die Pflanzenauswahl im Naturgarten ist vielfältig und wird meist bereits von der Natur in Grundzügen angelegt. Gezielt fördern können Sie diese mit der Ergänzung von Kräutern und Pflanzen der heimischen Vegetation, um eine schöne Mischung für Nützlinge zu bieten. Die förderlichen Pflanzen für Bienen und andere Nützlinge sind in unserem Ratgeber zu den Bienenpflanzen aufgeführt. Viele dieser nektarreichen Gewächse sind auch für Schmetterlinge förderlich. Ergänzen Sie diese mit einem hübschen Insektenhotel, werden viele Nützlinge lange bei Ihnen bleiben.

Natürlich können Sie den naturnahen Garten auf den den Anbau von Obst und Gemüse nutzen. Tatsächlich sorgt die Mischkultur, die in Bauerngärten ebenso gepflegt wird wie in der Permakultur, für hohe Erträge, die häufig sogar den Arbeitsaufwand mindern. Die Inhaltsstoffe einiger Pflanzen können Nützlinge anziehen oder Schädlinge abwehren. Mitunter wird auch der gezielte Anbau von schädlingsanziehenden Pflanzen neben zu schützenden Pflanzen genutzt: Kapuzinerkresse wirkt häufig wie ein Magnet auf Blattläuse und werden von diesen entsprechend neben angebautem Gemüse bevorzugt. So lässt sich der Naturgarten durch gezielte Kombination der Pflanzen als gelungene Mischung aus naturnaher Gestaltung und praktischem Nutzgarten umsetzen.      


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Sabrina Kirsten

 

Sabrina ist Chefredakteurin und Initiatorin des Herbaversums. Erfahren Sie mehr über sie und ihre Arbeit sowie weitere Beiträge aus dem Herbaversum auf ihrer Team-Seite: Sabrina Kirsten

 

 


 

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