Portrait: Elisabeth Bohnert – „Lieblingstaschen“

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Aus „alt mach neu“ heißt die Devise bei Elisabeth Bohnert. In liebevoller Handarbeit gibt sie alten Kleidungsstücken eine neue Nutzung: Sie gestaltet zauberhafte Taschen – eben echte „Lieblingstaschen“.

Frau-Liebling-Portrait
Elisabeth Bohnert

Wer sind Sie und was machen Sie?

Ich heiße Elisabeth, bin 55 Jahre alt und lebe im schönen Osthessen. Letztes Jahr habe ich mich mit meinen selbst genähten Upcycling-Taschen selbstständig gemacht und einen kleinen Onlineshop eröffnet.

Wie kamen Sie zu diesem Tätigkeitsfeld?

Ich war eigentlich schon immer sehr kreativ und habe gerne genäht und gebastelt. Dabei habe ich schon länger darüber nachgedacht, mein Hobby zum Beruf zu machen. Vor zwei Jahren habe ich dann ehrenamtlich in einem Kleiderladen der Diakonie angefangen zu arbeiten. Dort habe ich gesehen, wie viele Klamotten aussortiert und weggeworfen werden und ich dachte mir, daraus muss man doch noch etwas Schönes machen können. So bin ich auf die Idee gekommen Taschen aus der Kleidung zu nähen.

 

Frau-Liebling-Nähmaschine
Hier entstehen zauberhafte Dinge… Fotos: Elisabeth Bohnert/Frau Liebling

 

Welche Tätigkeit mögen Sie dabei am liebsten?

Besonders gefällt es mir, alte Stoffe mit neuen zu kombinieren und so wieder ein neues Produkt zu schaffen. Außerdem gefällt es mir Ressourcen wiederzuverwenden, die sonst einfach im Müll gelandet wären. Vielleicht kann ich damit sogar den ein oder anderen zum Nachdenken anregen, wir alle werfen nämlich viel zu viel Kleidung weg.

 

 

Turnbeutel aus alten Shirts und Blusen.
Turnbeutel aus alten Shirts und Blusen.

Was gefällt Ihnen an
altem Wissen wie im Herbaversum?

Mir gefallen die Tradition und die Geschichte besonders gut, immerhin bauen unsere heutigen Berufe und unsere Medizin auf dem alten Handwerk und dem Wissen über Kräuter und Pflanzen auf.

Ich selbst bin damit groß geworden. Mit meiner Familie bin ich auf einem Bauernhof aufgewachsen. Dort haben wir unser Obst und Gemüse selbst angebaut, Marmeladen und Apfelwein selbst hergestellt, unser Brot selbst gebacken und alles, was sonst noch dazugehört. Groß eingekauft haben wir früher eigentlich nicht, wir haben so gut wie alles selbstgemacht. Auch was handwerkliche Dinge betrifft. Wenn ein neuer Stall gebaut werden musste, oder im Haus etwas kaputt ging haben wir das alles selbstgemacht. Waren wir mal krank, sind wir auch nicht gleich zum Arzt gefahren – Oma hatte immer das passende Hausmittel parat.

Später habe ich mir beigebracht meine Kleidung selbst zu nähen und habe Pullover und Socken für meine Kinder gestrickt. Mein Mann hat Spielsachen wie einen Sandkasten oder ein Puppenhaus für unsere Kinder gebaut.

 

Lieblingstasche
Die Lieblingsjeans wird zur Lieblingstasche

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