Bauerngärten mit Flair

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Der Bauerngarten verein Nutzen und Schönheit in einzigartiger Weise. Aromatische Kräuter, hübsche Blumen und appetitliches Gemüse geben einander hierin die Hand. 

Die zunehmende Verstädterung lässt heute viele Menschen wieder erhöhten Wert auf die naturnahen Erholungsmöglichkeiten legen, die Ruhe und Entspannung bieten. Vorzugsweise wird hier der eigene Garten entsprechend gehegt. Dieser kann neben dem entspannenden Treffpunkt für die Familie auch durch die Gartenarbeit einen körperlichen Ausgleich zum Berufsleben bieten. Besonderer Beliebtheit erfreut sich hierbei wieder der klassische Bauerngarten, dessen gleichmäßige Schönheit dem Auge schmeichelt und zugleich so manchen an die eigene ländliche Kindheit erinnern mag. Ursprünglich war der Bauerngarten ein reiner Nutzgarten, der von den ländlichen Damen aber sicherlich auch für das Auge kreiert wurde.

 

Bauerngarten: Nostalgisches Flair mit großem Nutzen

Angelegt, um die bäuerliche Großfamilie und die dazugehörigen Personen zu ernähren, erleichterte die zweckmäßige Kombination von Gemüse, Kräutern und Heilpflanzen den Alltag durch die leichte Erreichbarkeit. Hinzu kam die Arbeitserleichterung in der Anpflanzung an sich, da einige Pflanzen einander explizite Düngung unterstützen, während andere ihre Nachbarn vor Schädlingen schützen. Bekannte Mischungen sind Lavendel und Rosen, Tomaten und Basilikum sowie Möhren und Dill, die einander im Wachstum pflegen. Diese Form der gemeinschaftlichen Anpflanzung wird auch als Mischkultur bezeichnet und findet sich heute in modernen Bauerngärten ebenso wieder wie in naturnahen Gärten, die nach den Regeln der Permakultur angelegt wurden.

Versucht man jedoch Quellen auf den „historischen Bauerngarten“ zu finden, wird man schnell auf Hinweise stoßen, dass er in seiner heutigen Form nicht mehr so viel mit den Gärten der Landbevölkerung der vergangenen Jahrhunderte zu tun hat. Die Bauerngärten früherer Zeiten legten den Schwerpunkt auf die Selbstversorgung, die neben der Anzucht von Obst und Gemüse auch einige Würz- und Heilkräuter für den Hausgebrauch bereithielten. Meist nah am Haus gelegen, waren sie gut zu erreichen und boten im Alltag den Übergang vom Hausbereich hin zu Feld und Wiese, auf denen die Ernte oder das Vieh versorgt wurde. Heute werden Bauerngärten gerne mit kreativen Vintage-Designs ergänzt, die wahlweise in klassisch-neutralen Farbtönen oder in kräftig bunten Akzenten zum Einsatz kommen.

Zwar war der Begriff des „Bauerngartens“ schon vor 1900 bekannt, jedoch findet man den eigentlichen Ursprung des heutigen Aufbaus im Botanischen Garten in Hamburg. Dennoch können wir sicher sein, dass der eine oder andere historische Garten starke Ähnlichkeit hatte. Schließlich wurde auch im Botanischen Garten auf die Erkenntnisse dieser Nutzgärten zurückgegriffen und dabei in eine kombinierte Form zu den Heilkräutergärten und Gemüsegärten von Klostern und Apothekern gebracht.

Der ganz eigene Charme der heute bekannten Bauerngärten entfaltet sich durch die besondere Kombination aus Schönheit und Nutzen, in der fast jedes Pflänzchen seinen Platz findet. Und da gibt wohl das Auge des Betrachters einen wichtigeren Ausschlag als die genaue historische Anleitung. Stöbern Sie für weitere Inspirationen zum Bauerngarten auch in unserem Ratgeber Bauerngarten anlegen oder lesen Sie im Herbaversum-Portrait von Fabio Angeli mehr über die Arbeit im Bauerngarten.

 


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Sabrina Kirsten

 

Sabrina ist Chefredakteurin und Initiatorin des Herbaversums.

Erfahren Sie mehr über sie und ihre Arbeit sowie weitere Beiträge aus dem Herbaversum auf ihrer Team-Seite: Sabrina Kirsten

 

 

 

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