Natürlich gefärbte Ostereier

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Ostern ohne Ostereier ist nahezu undenkbar. Das Färben ein beliebter Brauch für die ganze Familie, der sich auch mit natürlichen Färbemitteln toll umsetzen lässt.

Bunt gefärbte Ostereier; Foto: Selena N. B. H.
Bunt gefärbte Ostereier; „Pisanki-04“ von Selena N. B. H., edycja: niedzielny leń – https://www.flickr.com/photos/moonlightbulb/5650391459. Lizenziert unter CC BY 2.0 über Wikimedia Commons.

Ursprünglich wurden die Eier als Zeichen für die Wiedergeburt und die Fruchtbarkeit des Frühlings ausschließlich rot gefärbt. Im 14. Jahrhundert prägte sich der Begriff des „Ostereis“ im Rahmen der „zu Ostern abzulieferndes Zinseier“ der Menschen an die Obrigkeit.

Heute werden meist gebrauchsfertige, künstliche Farben verwendet, was nicht nur von Allergikern mit Vorsicht betrachtet wird. Natürliche Ostereierfarben sind meist weniger kräftig in der Tönung und benötigen zum Färben etwas mehr Zeit, doch bieten sie tolle Farbergebnisse, die einen besonderen Reiz entfalten.

Kleine Tipps:

Eier von freilaufenden Hühnern haben oft dickere Schalen, die mit Essigwasser gereinigt die Farbe besser annehmen. Nach der Färbung entfalten die Eier einen seidigen Glanz, wenn sie durch ein weiches Tuch mit etwas Pflanzenöl abgerieben werden.

Anleitung zum Eierfärben

Zunächst wird ein Sud hergestellt. Hierfür werden ca. 2 L heißes Wasser mit den Färbestoffen ergänzt:

Frische Pflanzen und Gemüse (ca. 500 g)
ca. 30 Minuten Ziehzeit

Blätter, Blüten und Beeren (ca 50 bis 100 g) mit einem Mörser angestoßen
30 bis 45 Minuten Ziehzeit

Pulver wie Kaffee, Tee sowie gemahlene Wurzeln und Rinden (ca. 50 bis 75 g)
30 Minuten Ziehzeit

Nach der Ziehzeit wird der Sud aufgekocht, die festen Bestandteile ausgesiebt und der Sud zum Abkühlen stehen gelassen.

Möchten Sie zarte Farben erzielen, hellt die Beigabe von ca. 30 ml Essig die Farbe auf, während 2 Esslöffel Pottasche die Farbgebung verstärken.

Ist der Sud erstellt, werden die Eier zunächst mit Essigwasser abgewaschen und anschließend gekocht. Nach dem Abschrecken geben Sie die Eier in de erkalteten Sud und lassen diese mindestens 20 Minuten ziehen, anschließend prüfen Sie mit dem Löffel, ob die gewünschte Farbtiefe erreicht ist und erwägen dann selbst, wie lange Sie die Eier im Farbsud belassen.

Nun können Sie die Eier zum Trocknen auf ein Küchentuch legen, ausgeblasene Eier in jedem Fall von innenliegendem Wasser befreien.

Natürliche Eierfarben

für rote Eier

Birkenrinde – rötlich
Rote Beete – rotviolett
Rotkohlblätter – rotviolett
Malventee – pink-rot
Schwarze Johannisbeerbeeren – rötlichgrau

für blaue Eier

Holunderbeeren – lila-grau, blaugrau bis schwarz
Heidelbeerbeeren – graublau
Malvenkraut (blau) – graublau

für grüne Eier

Birkenblätter – gelbgrün
Matetee – lindgrün
Brennesselblätter – gelbgrün
Johanniskraut – gelb-grün
Spinat – grün
Petersilie – grün
Efeublätter – hellgrün

für gelbe und orange Eier

Goldrutenkraut, -blätter – gelb
Safran – gelb
Kurkuma – gelb
Kamillenblüten – gelb
Karotten – orangegelb
Ringelblumenblüten (getrocknet) – beige

Hübsche Dekorideen

Schöne Effekte lassen sich erzielen, wenn Sie die Eier vor dem Färben Gräser und Blüten mit dünnem Garn um die Eier binden, da so die bedeckten Stellen weiß oder heller bleiben als die gefärbte Fläche.

Eier mit dicken Schalen lassen sich nach dem Färben mit Kratzmuster versehen – hierfür eignen sich Bastelmesser und dünne Schabeisen (nicht für kleine Kinder geeignet!)

 

Viel Freude beim Ostereierfärben!

 

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